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SHN Einhängeleitern erleichtern Feuerwehrarbeit | Drucken |
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Das Übungsteam
In einer Übung der Feuerwehr der Stadt Wesel sollte das Bergen und Retten von Personen aus einem Schacht mit einem Schachteinstiegsdurchmesser von 600 mm geprobt werden.

Bei den Versuchen stellte sich ganz klar heraus, dass ein Schacht mit einem Durchmesser von ca. 600 mm durch die Feuerwehr im Rettungsfall mit dem SHN - Einhängeleitersystem besser betreten und verlassen werden kann, als es die Benutzung von Steigeisen oder –bügeln zulässt.

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Typischer Schacht
Die vorgefundene Schachtsituation ist sehr typisch: Der Schacht war gemauert, nach ca. 700 mm verlief die Schachtwand konisch von einem Anfangsdurchmesser von 600 mm zu einer Endweite von ca. 1000 mm. In der Schachtwand waren 6 Steigeisen versetzt angebracht. Das erste Steigeisen befand sich in einer Entfernung von 560 mm vom Schachteingang. Die Höhe des Schachtes betrug 2200 mm.

Dabei sollte unter Ernstfallbedingungen folgende Frage geklärt werden: Erleichtert das SHN - Einhängeleitersystem den Ein- und Ausstieg in einen Schacht mit einer Eintrittsöffnung von 600 mm oder wird der Ein- und Ausstieg durch das SHN –Einhängeleitersystem behindert bzw. erschwert? 

 

Drei verschiedene Rettungsmöglichkeiten wurden getestet:

  • 1. Ein- und Ausstieg in den Kanal mit mobiler Einstiegshilfe unter Benutzung der Steigeisen.
  • 2. Ein- und Ausstieg in den Kanal mit mobiler Einstiegshilfe unter Benutzung des SHN- Einhängeleitersystems.
  • 3. Blitzrettung (Feuerwehrmann wird mit Hilfe eines Seiles Kopfüber in den Schacht abgelassen).

zu 1: Ein- und Ausstieg in den Kanal mit mobiler Einstiegshilfe unter Benutzung der Steigeisen.

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Einstiegshilfe
Der Feuerwehrmann stieg an der mobilen Einstiegshilfe 23-001 von SHN mit Schutzanzug und Atemschutzgerät in den Schacht ein. Zum Absteigen benutzte er die in die Schachtwand eingelassenen Steigeisen. Am Schachtboden angekommen machte er kehrt und kletterte über den Steigeisengang in Richtung Ausstiegsöffnung. In der Verjüngung des Schachtes blieb der Feuerwehrmann mit seinem Atemgerät hängen und musste von 2 Kollegen bei dem weiteren Herausklettern unterstützt werden.

zu 2: Ein- und Ausstieg in den Kanal mit mobiler Einstiegshilfe unter Benutzung des SHN- Einhängeleitersystems.

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Einstiegshilfe verspannt
Wie bei der Versuchsanordnung 1 stieg der Feuerwehrmann an der mobilen Einstiegshilfe von SHN mit Schutzanzug und Atemschutzgerät in den Schacht ein. Zum Absteigen benutzte er das Einhängeleitersystem 23-010 von SHN. Da er vor dem Abstieg die Einstiegshilfe für ihn in die günstigste Position ausrichten konnte, gelang der Ausstieg ohne fremde Unterstützung.

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Einstieg mit Atemschutz
Im nächsten Versuch erfolgte der Abstieg wie oben beschrieben, nur dass der Feuerwehrmann das Atemschutzgerät nicht auf den Rücken trug, sondern es wurde an einem Seil hinter dem Feuerwehrmann abgelassen und anschließend wieder hoch gezogen. Bei dieser Anordnung gelangte der Feuerwehrmann mühelos in den Schacht und wieder heraus. Dies ist wohl auch die der Praxis am nächsten kommende Situation.

Als Vergleich zu den Einhängeleitern wurden anschließend zwei „ Feuerwehrleitern“ benutzt, die der Feuerwehr im Augenblick als Standardleitern zur Verfügung stehen. Es handelte sich im ersten Fall (Bilder 36-45) um eine zusammenklappbare Holzleiter (Klappleiter), im zweiten Fall (Bilder 46-50) um eine Aluminiumleiter (Steckleiter). Beide Versuche konnten nicht zu Ende geführt werden, da die verwendeten Leitern den Einstiegsradius so weit einengten, dass es dem Feuerwehrmann nicht gelang in den Schacht einzusteigen.

zu 3: Blitzrettung

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Einstiegshilfe u. Einhängeleiter
In dieser Anordnung demonstrierte die Feuerwehrmannschaft eine „Blitzrettung“, wie sie bei einer zeitkritischen Rettungssituation auch möglich ist. Einem Feuerwehrmann wurde eine Schlaufe um die Füße gelegt. Das Ende der Schlaufe wurde an einem Seil befestigt, das über eine Rolle lief. Der Feuerwehrmann wurde zur Rettung einer Person kopfüber in den Schacht gelassen und wieder herausgezogen. In ähnlicher Form wird auch mit der zu rettenden Person verfahren.

Fazit:

Bei den Versuchen stellte sich ganz klar heraus, dass im Rettungsfall durch die Feuerwehr ein Schacht mit einem Durchmesser von ca. 600 mm mit dem SHN - Einhängeleitersystem besser betreten und vor allen Dingen verlassen werden kann, als es die Benutzung von Steigeisen oder –bügeln zulässt.

 
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